Bulgarisches Parlament verabschiedet Fracking-Verbot


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Bulgarisches Parlament verabschiedet Fracking-Verbot

Autor: Maria Dimitrowa

Bulgarien ist nunmehr das dritte Land Europas, in dem die Erkundung und Erschließung von Schiefergas mithilfe des Fracking-Verfahrens untersagt ist. Am Mittwoch verabschiedeten die bulgarischen Abgeordneten für dieses Verfahren ein unbefristetes Verbot. Auch in Frankreich darf diese Technologie nicht zur Anwendung kommen, was zudem für den Norden Irlands gilt. Am Tag zuvor hatte die Regierung ihre Entscheidung von Mitte vergangenen Jahres revidiert, mit der sie dem US-Konzern Chevron die Lizenz zur Erkundung und Erschließung von Schiefergas im Raum Nowi Pasar im Nordosten des Landes erteilt hatte.

Beide Entscheidungen wurden im Zuge der ständig wachsenden Besorgnis der bulgarischen Bevölkerung über die aus der Fracking-Methode entstehenden Umweltrisiken getroffen. Diese Ängste brachte vor allem die Bürgerinitiative der Fracking-Gegner zum Ausdruck, die seit sechs Monaten in verschiedenen Städten des Landes eine Reihe von Protestmärschen organisiert. Chevron sollte in einem Gebiet tätig werden, in dem das Grundwasser die einzige Trinkwasserquelle ist. Und da man beim Fracking etliche giftige Chemikalien in den Boden pumpt, mithilfe derer die Gesteinsschichten aufgespaltet werden, damit das Gas entweichen kann, befürchtete man eine Verseuchung des Trinkwassers in diesem dicht besiedelten Gebiet, einschließlich in unserer größten Schwarzmeerstadt Warna.

Bei der Lösung eines Problems mit wichtigen wirtschaftlichen und geopolitischen Aspekten siegten die Umweltbelange. Erste Schätzungen von Chevron beziffern die Schiefergasvorkommen bei Nowi Pazar zwischen 300 Millionen und einer Trillion Kubikmeter, was nicht zu unterschätzen ist. Falls diese Prognosen stimmen sollten, würde Bulgarien zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Erstens würde diese Gasmenge Bulgarien relativ unabhängig von russischen Gaslieferungen machen und zweitens würde die Schiefergasförderung sinkende Gaspreise im Inland zur Folge haben.
Ein halbes Dutzend Länder in Europa erkunden derzeit intensiv ihre Gaslagerstätten. Laut Angaben des Wirtschaftsprüfungsunternehmens Ernst & Young liegen zehn Prozent der globalen Schiefergaslagerstätten auf dem Alten Kontinent, wobei die Hauptvorkommen in Frankreich und Polen lokalisiert werden.

In Bulgarien feiern die Aktivisten der Bürgerinitiative gegen die Erkundung und Erschließung von Schiefergas mithilfe der Fracking-Technologie ihren „ersten Sieg.“ Allerdings wollen sie so lange weiterkämpfen, bis das Fracking per Gesetz verboten wird. „Das gestern im Parlament verabschiedete unbefristete Verbot ist lediglich ein Parlamentsbeschluss, der jederzeit überstimmt und aufgehoben werden kann“, meint Mariana Hristowa von der Bürgerinitiative der Fracking-Gegner. Nach Ansicht der Umweltschützer müsse das Fracking-Verbot im Bodenschätze-Gesetz verankert werden. Darüber hinaus fordern sie für alle Erkundungsbohrungen ein gesetzlich verankertes Umweltverträglichkeitsgutachten.

Übersetzung: Christine Christov

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Was ist Fraking? http://de.wikipedia.org/wiki/Hydraulic_Fracturing

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Jetzt wollen sie in Östereich ein Weingebiet mit Fraking an das Schiefergas gelangen.

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Flugblatt BI SCHIEFESgas

Interessanter Artikel sowie die Kommentare.
http://www.zeit.de/wirtschaft/2011-11/erdgasfoerderung-widerstand

Danke und Gruß,
Outside-Job

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